Writings: Atmen

Writings: Atmen

Eigentlich ist es ganz natürlich, ein Reflex. Wir machen das jeden Tag, 24 Stunden lang, jede einzelne Sekunde in unserem Leben. Doch manchmal vergesse ich wie das geht – A T M E N. Er bleibt mir einfach weg, dann schlägt das Herz ein wenig schneller und mein ewig schnatterndes Plappermaul bleibt still. Wenn wir uns fallen lassen, bedeutet das noch längst nicht, dass wir uns selbst verlieren müssen. Es bedeutet Vertrauen. Es bedeutet bedingungsloses und uneingeschränktes Vertrauen. Wenn du dich zeigst wie du bist, weil du dich verlierst, dich öffnest, machst du dich verletzlich. Du vertraust darauf, dass es tatsächlich noch jemanden gibt, der dich auffängt wenn du dann wirklich fällst. Wenn du mit den Fersen an der Kante stehst und die Arme ausbreitest, dich fallen lässt. Die Augen geschlossen, der Körper schwerelos. Vielleicht ist das deine Reise, eine Entwicklung in der du mit dir haderst, dich veränderst. Während der Wind in dein Gesicht peitscht und du jegliche Anspannung von dir lässt, wenn die Luft wieder wie von selbst durch deine Lungen strömt und du leise ausatmest – du atmest.

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